Sauerland Rundfahrt Etappe 3

 

Sauerland Rundfahrt Etappe drei

 

Die dritte Etappe der Sauerland Rundfahrt fuehrte zehn mal um Wenholthausen. Jedesmal gab es rund zwoelf Kilometer und den 200 m hohen Anstieg nach Oesterberge. Da standen wir und sahen gleich im ersten Anstieg ein zerfleddertes  Peloton. Und es wurde nicht viel besser. In den letzten drei Runden fuehrten Miguel Heidemann und Johannes Adamietz von Rembe Radnet. Die beiden ließen sich die Butter nicht mehr  vom Brot nehmen.

Auf der 122 Kilometer langen Rundstrecke mit rund 3.000 Höhenmetern setzte sich Miguel Heidemann (REMBE | rad-net) durch. Der Lokalmatador hatte bereits beim Auftakt-Zeitfahren in Brilon als Zweiter überzeugt und krönte sich nun mit dem Etappensieg. Hinter ihm komplettierte Teamkollege Johannes Adamietz den Doppelerfolg für REMBE | rad-net – gemeinsam setzten sich die beiden vom Verfolgerfeld ab und retteten am Ende 28 Sekunden Vorsprung auf eine zwölfköpfige Chasergruppe ins Ziel. Rang drei ging an Eike Behrens.

Rundkurs als Nervenprobe

Die mehrfach zu fahrende Schleife um Wenholthausen, sonst vor allem von der Deutschen Rad-Bundesliga und der Rad-Berg-DM bekannt, erwies sich als anspruchsvoller Prüfstein: Jede Runde stellte dieselben Fragen erneut, und wer nach mehreren Durchgängen noch sauber positioniert war, konnte sich für die entscheidende Phase in Stellung bringen. Genau das nutzten Heidemann und Adamietz, um sich rechtzeitig vom Feld zu lösen und die Entscheidung unter sich auszumachen.

Fietzke verteidigt die Gesamtführung

In der Gesamtwertung blieb Paul Fietzke (Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies) vorn. Er hatte sich das rosa Trikot am Vortag nach dem Etappensieg seines Teamkollegen Max Bock von Brilon nach Siedlinghausen gesichert und brachte seinen Vorsprung sicher über die Wenholthausen-Runden. Damit bleibt es bei einer starken Bilanz für die Red Bull – BORA – hansgrohe Rookies, die schon die ersten beiden Tage geprägt hatten, während REMBE | rad-net mit dem Tagessieg ein deutliches Ausrufezeichen setzte.

Alles offen vor der Königsetappe

Vor der Schlussetappe am Sonntag von Arnsberg zum Kahlen Asten – mit der berüchtigten Hirschberger Wand und ihren bis zu 34 Prozent Steigung – bleibt die Gesamtwertung spannend. Bei rund 4.350 Höhenmetern auf den letzten 133 Kilometern kann sich am Kahlen Asten noch einmal alles entscheiden, und Fietzkes Vorsprung dürfte auf dem schwersten Anstieg der Rundfahrt auf die Probe gestellt werden.

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