Sauerland Rundfahrt 2026
Die Etappe vier der Sauerland Rundfahrt sollte die Königsetappe werden. Sie endet deshalb auf dem straßentechnisch gesehen höchsten Punkt von NRW. In der Gesamtwertung brachte sie aber keine neuen Erkenntnisse was Platz 1 anbelangt. Paul Fietzke bleibt der Gesamtsieger.
Wir selber haben die Strecke teilweise abgefahren. Ziemlich zu Beginn kam die fürchterliche Hirschberger Wand mit ihren 33 Prozent. Zu unseren Pech sind wir den Pfeilen für die Radfahrer gefolgt und haben dann mal leicht den Asphalt mit dem mit dem Auspuff geküsst. Da wo die Wand von flachen Straßen unterbrochen wird, sind ziemlich ungenießbare Buckel.
Der Begleittroß wird vorher umgeleitet. Aber welcher Journalist liest schon das Roadbook. Und man will ja immer mit dem Kopf durch Wand. Et hät ja immer jutjegange. Immer eben nich.
Hier noch mal das Renngeschehen des Tages.
Vierte Etappe der Sauerland Rundfahrt: Wallenborn krönt sich am Kahlen Asten, Fietzke sichert Gesamtsieg
Die Premiere der viertägigen Sauerland Rundfahrt endete dort, wo sie enden sollte: mit einer Bergankunft am Kahlen Asten. Auf den 132,9 Kilometern von Arnsberg nach Winterberg lieferten sich die Fahrer ein hartes Finale, in dem am Ende Arno Wallenborn (Lotto – Kern-Haus – Outlet Montabaur) mit einem Solo-Coup jubeln durfte. In der Gesamtwertung änderte das nichts mehr: Paul Fietzke vom Red Bull-Bora-hansgrohe-Rookies-Team brachte sein Führungstrikot sicher ins Ziel und gewann die erste Auflage des neuen UCI-Etappenrennens.
Frühe Angriffe, große Ausreißergruppe
Von Beginn an war die Etappe von Angriffen geprägt, ohne dass sich zunächst jemand absetzen konnte. Nach der berüchtigten Hirschberger Wand gelang es Sebastian Putz, Alexandre Kess und Kristian Egholm, sich kurzzeitig abzusetzen – das Trio wurde jedoch schnell wieder eingefangen. Danach formierte sich eine größere Fluchtgruppe um Mauro Brenner, Vincent John, Lennart Lein, Kess, Noah Brits und Nepomuk Roth, die dem Feld bis zu zwei Minuten Vorsprung abtrotzte. Die Red Bull-Bora-hansgrohe-Rookies übernahmen im Hauptfeld die Kontrolle und hielten den Abstand konstant. Lein sicherte sich unterwegs die Bergwertungen in Odin und Eslohe und damit am Ende auch die Gesamtwertung des Bergpreises – der einzige Titel, der nicht an die Rookies ging.
Das Finale am Kahlen Asten
Rund 20 Kilometer vor dem Ziel brach die Spitzengruppe auseinander, nur Brenner, Roth und Kess hielten sich noch vorne, ehe auch sie knapp acht Kilometer vor Schluss gestellt wurden. Am Anstieg zum Kahlen Asten begann dann das eigentliche Kräftemessen: Zunächst attackierte Fausto Valentin Penna, wurde aber zurückgeholt, sein Teamkollege Eike Behrens versuchte es direkt im Anschluss – ebenfalls ohne Erfolg. Fünf Kilometer vor dem Ziel war es schließlich Wallenborn, der den entscheidenden Antritt setzte. Er baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf bis zu 20 Sekunden aus, während Team Vorarlberg und die Rookies im dezimierten Feld die Verfolgung organisierten.
Einzig Noah Lindholm Møller Andersen konnte sich aus der Verfolgergruppe lösen und näherte sich bis auf vier Sekunden an, ohne den Sieg des Luxemburgers noch zu gefährden. Die restliche Gruppe um Giacomo Ballabio kam zehn Sekunden zurück ins Ziel. Für Wallenborn war es der erste internationale Sieg seiner Karriere.
Fietzke gewinnt die Gesamtwertung
Für die Gesamtwertung war der Tag reine Formsache: Fietzke, seit der zweiten Etappe in Führung, kam als Tagessiebter sicher ins Ziel und verteidigte seinen Vorsprung von 27 Sekunden auf seinen Teamkollegen Max Bock. Dritter im Endklassement wurde, drei weitere Sekunden zurück, der Brite Finn O’Brien. Fietzke hatte den Grundstein für seinen Erfolg bereits am ersten Tag mit Platz vier im Auftaktzeitfahren gelegt und die Führung am zweiten Tag übernommen.
Neben dem Gesamtsieg sicherte sich der erst 20-Jährige auch die Punktewertung vor Miguel Heidemann sowie die Nachwuchswertung. In der Mannschaftswertung setzten sich die Red Bull-Bora-hansgrohe-Rookies dank Fietzke und Bock ebenfalls durch – ein rundum gelungener Auftakt für die neue Rundfahrt durch das Sauerland.
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