Milan schlägt zum dritten Mal zu – Klare Angelegenheit in Zielona Góra

 Milan schlägt zum dritten Mal zu – Klare Angelegenheit in Zielona Góra


Die dritte Etappe der Tour de Pologne 2026 hat gehalten, was sie versprach: eine letzte Chance für die Sprinter, bevor am Donnerstag die ersten hügeligen Etappen anstehen. Und wieder einmal hieß der Sieger Jonathan Milan.

Auf der 193,5 Kilometer langen Strecke von Gorzów Wielkopolski nach Zielona Góra gab es kaum nennenswerte Höhenmeter und keine Zwischenfälle, die das Kräftemessen der Sprinter hätten durchkreuzen können. Mit rund 878 Höhenmetern auf der gesamten Distanz blieb das Profil so flach, dass sich früh abzeichnete: Hier würde der Massensprint entscheiden.

Milan im Blütenrausch

Jonathan Milan, der die ersten beiden Etappen bereits für sich entschieden hatte, ließ auch im dritten Anlauf keinen Zweifel an seiner Form aufkommen. Der Italiener von Lidl-Trek fand im entscheidenden Moment das perfekte Hinterrad zweier Fahrer von NSN Cycling Team und zog, sobald sich die Lücke öffnete, kraftvoll durch. Im Gelben Trikot des Gesamtführenden feierte er seinen dritten Etappensieg in Folge – und baute damit seine ohnehin komfortable Führung in der Gesamtwertung weiter aus.

Podium mit Überraschung

Hinter Milan wurde es noch einmal spannend um die Podiumsplätze. Der Brite Noah Hobbs (EF Education-EasyPost) behauptete sich knapp auf Rang zwei, während mit Alessandro Romele (Astana) ein Name aufs Podest fuhr, der so nicht unbedingt auf dem Zettel stand. Paul Magnier, der an den beiden Vortagen jeweils als Milans stärkster Widersacher aufgetreten war, geriet diesmal im Finale zu weit nach vorn ins Sprintgetümmel und konnte seinen Sprint nicht mehr sauber platzieren – für ihn blieb nur ein Platz im hinteren Feld der Entscheidung.

Blick nach vorn

Mit dem dritten Erfolg in Serie hat Milan seine Ausnahmestellung in dieser Rundfahrt eindrucksvoll unterstrichen. Doch die Vorzeichen ändern sich nun grundlegend: Ab der vierten Etappe nach Karpacz wird das Terrain hügelig, und die Sprinterzüge müssen sich zurückhalten – die Zeit der Puncheure und Kletterer bricht an.

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