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Marco Brenner gewinnt die 83. Tour de Pologne
Die 83. Ausgabe der Tour de Pologne ist Geschichte – und sie endete mit einem echten Krimi beim abschließenden Einzelzeitfahren in Wieliczka. Marco Brenner vom Team Tudor Pro Cycling hat sich am Schlusstag noch das Gelbe Trikot gesichert und die einwöchige Rundfahrt durch Polen für sich entschieden.
Küng gewinnt das Schlusszeitfahren, Brenner übernimmt Gesamtführung
Auf dem 12,5 Kilometer langen Kurs rund um Wieliczka bei Krakau setzte sich Stefan Küng durch. Der Schweizer vom Team Tudor absolvierte die Strecke mit einem beeindruckenden Schnitt von rund 52 km/h und verwies Finn Fisher-Black von Red Bull-Bora-Hansgrohe auf den zweiten Platz. Rang drei ging an Callum Thornley, ebenfalls Red Bull-Bora-Hansgrohe. Für Küng war es der erste Saisonsieg und zugleich der erste Erfolg im neuen Tudor-Trikot.
Während Küng den Tagessieg feierte, sorgte sein Teamkollege Marco Brenner für die eigentliche Sensation. Der 23-jährige Deutsche fuhr ein starkes Zeitfahren, wurde Tagessiebter – und das reichte, um sich am letzten Tag noch an die Spitze der Gesamtwertung zu setzen.
Ein enges Rennen bis zum Schluss
Brenner gewann die Tour de Pologne am Ende mit nur zehn Sekunden Vorsprung auf Fisher-Black. Auf dem dritten Platz der Gesamtwertung landete Iván Romeo von Movistar. Bester Franzose wurde Louis Barré von Team Visma-Lease a Bike auf Rang vier.
Der Sieg fügt sich in eine ohnehin bemerkenswerte Saison des Tudor Pro Cycling Teams ein, das mit Brenners Gesamterfolg und Küngs Etappensieg am Schlusstag gleich doppelt jubeln durfte.
Ein wechselhaftes Rennen
Die Entscheidung fiel wie schon in den Vorjahren erst ganz am Ende – die Tour de Pologne ist traditionell für ihre knappen Zeitabstände bekannt, bei denen Bonussekunden aus Etappensiegen und Zwischensprints oft den Ausschlag geben. Auch in diesem Jahr wechselte die Gesamtführung mehrfach: Zwischenzeitlich hatte Bart Lemmen das Gelbe Trikot inne, später übernahm Christian Scaroni die Führung, ehe am Ende Brenner dank seiner Zeitfahrqualitäten alles klarmachte – ganz ähnlich wie im Vorjahr, als Brandon McNulty das abschließende Zeitfahren zum Königsmacher werden ließ.
Für Marco Brenner ist es der bislang größte Erfolg seiner noch jungen Karriere und ein weiterer Beleg dafür, dass junge deutsche Fahrer im WorldTour-Peloton zunehmend die vorderen Ränge besetzen.
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