Tour de France 2026: Pedersen sprintet zum Etappensieg, Träen übernimmt Gelb
Die 4. Etappe der Tour de France 2026 führte am Dienstag über 181,9 Kilometer von Carcassonne nach Foix – und brachte gleich zwei große Geschichten mit sich: einen weiteren Tagessieg für Mads Pedersen und einen Wechsel an der Spitze der Gesamtwertung.
Hitzeschlacht in den Pyrenäenvorland
Bei erneut extremer Hitze mit Temperaturen nahe 40 Grad im Schatten setzte sich eine Ausreißergruppe früh vom Feld ab und behielt bis ins Ziel die Oberhand. Die Etappe führte über vier Bergwertungen, der höchste Punkt des Tages lag bei Kilometer 146,7 auf 1.059 Metern. Von dort ging es die letzten 35 Kilometer stetig bergab, was der Spitzengruppe in die Karten spielte – das Peloton mit den Favoriten kam nie wirklich in Reichweite.
Pedersen dominiert den Sprint der Ausreißer
Mads Pedersen (Lidl-Trek) zeigte sich im Sprint der Ausreißergruppe konkurrenzlos und feierte damit seinen bereits dritten Tagessieg bei dieser Tour – insgesamt seinen vierten Etappenerfolg bei einer Frankreich-Rundfahrt überhaupt. Nach dem Rennen lobte er vor allem die Arbeit seines Teams: Quinn Simmons und Mathias Vacek hätten am Berg entscheidend mitgeholfen, den Sieg vorzubereiten. Mit diesem Erfolg übernahm Pedersen zugleich das Grüne Trikot des Punktbesten mit nun 103 Zählern, vor Tadej Pogačar (55) und Jonas Vingegaard (44).
Träen übernimmt überraschend Gelb
Da das Peloton um Titelverteidiger Pogačar erst 12:58 Minuten nach der Spitzengruppe im Ziel in Foix ankam, kam es zu einer deutlichen Verschiebung im Gesamtklassement: Der Norweger Torstein Träen (Uno-X Mobility) übernahm die Gesamtführung. Er war mit einem Rückstand von 5:06 Minuten auf Pogačar in die Etappe gegangen und liegt nun vor Sean Quinn (EF Education-EasyPost, +0:28) und seinem eigenen Teamkollegen Vacek (+3:50).
Pogačar bleibt weiterhin knapp vor Vingegaard, der zeitgleich mit ihm im Feld ins Ziel kam. Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) kam trotz der Hitze gut mit den Favoriten durch.
Ausblick auf Etappe 5
Am Mittwoch steht mit der Fahrt von Lannemezan nach Pau (158,3 km) eine überwiegend flache Etappe an, bei der ein Massensprint zu erwarten ist.
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