Giro d’Italia 2026 – Etappe 16: Vingegaard regiert die Schweiz

 

Giro d’Italia 2026 – Etappe 16: Vingegaard regiert die Schweiz

 

 

 

Der Giro hat die Schweiz mit einer Machtdemonstration verlassen. Am Dienstag, 26. Mai, gewann Jonas Vingegaard die 16. Etappe von Bellinzona nach Carì im Alleingang und holte damit seinen vierten Tagessieg bei diesem Giro, den ersten im Rosa Trikot.

Der Däne von Visma | Lease a Bike brauchte für die nur 113 Kilometer genau 2 Stunden, 57 Minuten und 40 Sekunden. Zweiter wurde Felix Gall mit 1:09 Minuten Rückstand, Dritter Jai Hindley. Vingegaard baute damit seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus.

Die Strecke – kurz, aber giftig

Nach dem Ruhetag startete die letzte Giro-Woche komplett auf Schweizer Boden. Von Bellinzona im Tessin ging es in einen 22-Kilometer-Rundkurs, der zweimal gefahren wurde, mit den Anstiegen nach Torre (4,7 km, 5,6 %) und Leontica (3 km, 8,5 %).

Danach führte die Route durch das Valle Leventina bis zum Schlussanstieg nach Carì. Offiziell 11,7 Kilometer lang, im Schnitt 7,9 Prozent steil, im oberen Teil sogar dauerhaft über 8 Prozent mit Rampen bis 13 Prozent kurz vor dem Ziel. Bei knapp 3.000 Höhenmetern lag der Schnitt am Ende bei über 38 km/h.

So lief das Rennen

Zunächst durften dreizehn Fahrer gehen, darunter Giulio Ciccone, Einer Rubio, Diego Ulissi und Jhonatan Narvaez. Visma kontrollierte den Vorsprung aber jederzeit und stellte die Gruppe rechtzeitig vor dem Schlussberg.

Am Fuß von Carì war das Feld schon stark ausgedünnt. 6,5 Kilometer vor dem Ziel trat Vingegaard an, ohne großes Spektakel, aber mit sofortiger Wirkung. Gall versuchte zu folgen, Hindley ebenfalls, doch der Abstand wuchs Meter um Meter. Oben in Carì auf 1.600 Metern kam Vingegaard als Solist an, über eine Minute vor seinen Verfolgern.

Es war bereits der vierte Sieg bei der vierten Bergankunft dieses Giro – diesmal nicht als Herausforderer, sondern als Patron im Rosa.

Was bleibt

Die Schweiz bekam nur einen Tag Giro, aber einen denkwürdigen. Bellinzona mit seinen UNESCO-Burgen schickte das Feld los, Carì empfing es im Nebel der Alpen – und dazwischen zeigte Vingegaard, dass er in der dritten Woche nicht müde wird, sondern stärker.

Für die Konkurrenz wird es eng. Mit den Zeitboni im Ziel hat Vingegaard seinen Vorsprung noch einmal vergrößert. Wer ihn in Rom noch vom Thron stoßen will, muss jetzt alles riskieren.

Ergebnis <<<<

 

 

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