Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026 – Pogačar triumphiert erneut bei der „Doyenne“

 







Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026 – Pogačar triumphiert erneut bei der „Doyenne“

 

Die 112. Ausgabe von Lüttich–Bastogne–Lüttich bot am gestrigen Sonntag ein Rennen, das seinem Ruf als härtestes Ardennen-Monument voll gerecht wurde. Am Ende stand ein vertrauter Sieger ganz oben: Tadej Pogačar. Der Weltmeister setzte sich mit einem langen Solo durch und feierte damit seinen vierten Sieg bei der Doyenne – ein weiterer Meilenstein in seiner außergewöhnlichen Karriere.

 

Ein hektischer Beginn – und ein Feld, das früh zerfiel

Schon in der Anfangsphase prägten Stürze und Tempowechsel das Rennen. Ein Massensturz im hinteren Feld sorgte dafür, dass sich eine ungewöhnlich große Spitzengruppe bildete, die zeitweise mehr als vier Minuten Vorsprung herausfuhr. Unter den Ausreißern befand sich auch Remco Evenepoel, der früh Initiative zeigte und das Rennen unruhig machte.

Pogačar hingegen musste nach dem Sturz zunächst Kräfte investieren, um wieder in die Favoritengruppe zu gelangen. Sein Team kontrollierte das Rennen jedoch souverän und hielt den Abstand zur Spitze stabil.

 

Die Redoute als Bühne für die Favoriten

Wie so oft fiel die Vorentscheidung an der legendären Côte de la Redoute. Dort setzte Pogačar seine erste große Attacke – explosiv, präzise, unwiderstehlich. Nur ein Fahrer konnte folgen: Paul Seixas, das französische Supertalent, das mit seinen erst 19 Jahren bereits die Ardennen aufmischt.

Die beiden arbeiteten gut zusammen und distanzierten die Verfolger. Doch je näher das Rennen der finalen Phase kam, desto deutlicher wurde, dass Pogačar noch Reserven hatte.

 

Die Roche-aux-Faucons bringt die Entscheidung

Am letzten großen Anstieg, der Côte de la Roche-aux-Faucons, zog Pogačar erneut an. Diesmal konnte Seixas nicht mehr folgen. Der Slowene setzte sich ab, baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und fuhr die letzten Kilometer allein Richtung Lüttich.

Hinter ihm formierte sich eine Verfolgergruppe, aus der Evenepoel im Sprint den dritten Platz sicherte.

 

Das Podium

  • 1. Tadej Pogačar – Solo-Sieg nach Attacke an der Roche-aux-Faucons

  • 2. Paul Seixas – beeindruckender Auftritt des jungen Franzosen

  • 3. Remco Evenepoel – starkes Comeback nach frühem Sturz

 

Ein Sieg mit Bedeutung

Mit seinem vierten Triumph rückt Pogačar in die Nähe der historischen Bestmarke von Eddy Merckx. Gleichzeitig unterstreicht er seine Dominanz in den Ardennen und seine Fähigkeit, große Rennen mit taktischer Reife und physischer Überlegenheit zu entscheiden.

Für Seixas war es ein Durchbruch: Sein zweiter Platz gilt als Ankündigung, dass die Zukunft der Ardennenklassiker nicht nur Pogačar gehört.

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